In vielen Meetings und Strategiepapieren taucht es auf: Prozessmanagement. Für die einen klingt es nach Bürokratie und PowerPoint-Schlachten, für die anderen ist es der Schlüssel zu effizienter, moderner Unternehmensführung.
Aber was steckt wirklich dahinter? Ist Prozessmanagement nur ein weiterer Trend – oder bringt es echten Mehrwert? Die Antwort: Es kann beides sein. Entscheidend ist, wie du es einsetzt.
Was bedeutet Prozessmanagement überhaupt?
Das Prozessmanagement umfasst die Planung, Durchführung, das Controlling sowie die Optimierung von neuen oder bestehenden Unternehmensabläufen, also miteinander verbundenen Aufgaben. Dabei geht es stets um die Beantwortung folgender Frage: “Wer macht was, wann und unter Zuhilfenahme welcher Ressourcen?”.
Prozessmanagement ist kein kompliziertes Konzept – im Kern geht es darum, Abläufe im Unternehmen gezielt zu gestalten, zu analysieren, zu verbessern und zu dokumentieren.
Ein Prozess ist alles, was wiederholt abläuft und ein Ergebnis liefert. Zum Beispiel:
- Ein Onboarding-Prozess für neue Mitarbeitende
- Der Ablauf vom Kundenauftrag bis zur Rechnung
- Der wöchentliche Team-Check-in
- Oder auch: Wie du deine Rechnungen archivierst
Prozessmanagement bringt Struktur in diese Abläufe – mit dem Ziel, Zeit zu sparen, Fehler zu vermeiden und Ressourcen effizienter zu nutzen.
Warum wird es oft als Modewort abgetan?
❌ Zu theoretisch: In vielen Unternehmen wird Prozessmanagement als ein starres Regelwerk verstanden – mit komplizierten Diagrammen, aber ohne Praxisbezug.
❌ Zu aufwendig: Der Gedanke, alles dokumentieren zu müssen, schreckt viele ab.
❌ Zu „groß gedacht“: Prozessmanagement klingt nach Konzern. Aber gerade in kleinen und mittleren Unternehmen liegt enormes Potenzial.
Dabei gilt: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Verbesserung. Und: Es muss nicht kompliziert sein, um zu wirken.
Was bringt gutes Prozessmanagement wirklich?
✅ Weniger Chaos, mehr Klarheit: Wenn jeder weiß, was wann zu tun ist, sinken Rückfragen, Missverständnisse und Reibungsverluste.
✅ Bessere Skalierbarkeit: Klar definierte Prozesse machen es einfacher, Aufgaben zu delegieren und neue Mitarbeitende schneller einzuarbeiten.
✅ Kosteneinsparung: Wiederkehrende Fehler? Zeitfresser im Alltag? Prozessanalyse deckt sie auf und sorgt für smarte Lösungen.
✅ Mehr Zeit fürs Wesentliche: Automatisierung und klare Strukturen schaffen Freiräume – für wertschöpfende Tätigkeiten.
So startest du mit einfachem, aber wirksamem Prozessmanagement
- Prozesse sichtbar machen: Nimm dir einen typischen Ablauf vor – z. B. Kundenanfrage → Angebot → Auftrag → Abrechnung – und notiere jeden Schritt.
- Fragen stellen: Wo hakt es? Wo wird doppelt gearbeitet? Wo entstehen Wartezeiten?
- Optimieren & digitalisieren: Nutze einfache Tools (z. B. Formulare, Automatisierungen oder Projektmanagement-Tools), um Abläufe zu vereinfachen.
- Dokumentieren – aber praxisnah: Keine dicken Handbücher, sondern schlanke, verständliche Anleitungen, die wirklich genutzt werden.
Fazit: Modewort? Nur, wenn man es nicht nutzt.
Prozessmanagement ist kein Selbstzweck. Richtig eingesetzt ist es ein Leistungshebel für jedes Unternehmen – ob EPU, KMU oder großes Team. Es geht darum, besser zu arbeiten – nicht härter.
Prozesse managen heißt: Klarheit schaffen, statt sich durch den Alltag zu kämpfen.
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Dann lass uns reden – die EffizienzSchmiede begleitet dich praxisnah, strukturiert und auf Augenhöhe.
Starker Beitrag und danke für den ehrlichen Einblick bzw. für deine Meinung zu dem Wort.
Finde es superspannend und generell sollten EPU, KMU UND großes Teams eine Effizienzschmiede an der Seite haben 🙂
Super Beitrag! Ich finde Prozessmanagement sehr wichtig und finde es schade wie viele sich noch dagegen wehren, vor allem die kleinen Unternehmen. Und wie es im Beitrag steht, bei vielen gibt es größtenteils Diagramme und mehr Theorie als Praxis. Warum einfach wenn’s kompliziert auch geht? 😅